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BauKarussell News | Wir machen!

Wien, am 4.8.2026

 

Liebe Freundinnen und Freunde von BauKarussell,

Wir sind im historischen Jörgerbad aktiv, entwickeln einen Rückgewinnungsprozess für Gipskarton und waren beim EU-Generaldirektor für Umwelt zu Gast. 

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BAUPROJEKTE

  • Selektiver Rückbau für Sanierung im ältesten Hallenbad Wiens
  • Bäder-Bauprogramm 2030: Social Urban Mining im Zuge der Sanierung des Hietzinger Bads
  • Feierlicher Projektabschluss in Graz: Verleihung des Impact-Zertifikats an Kammerleitung

 

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

  • Re-Gips entwickelt Prozess zur systematischen Rückgewinnung, Aufbereitung und Wiederverwendung von Gipskartonplatten (BMLUK)


BAUK-AKADEMIE

  • Social Urban Miner: Nächster Schwung Arbeitskräfte für Rückbauarbeiten geschult
  • Von der Praxis in den Hörsaal


GENOSSENSCHAFT

  • Ein Plädoyer zu Circular Hubs: Bestehendes nutzen und kooperieren 


DAS HAT SICH GETAN

  • Stakeholder Gespräch mit Eric Mamer, Generaldirektor Umwelt, Europäische Kommission

  • BauKarussell im Kurzfilm "Kreislaufwirtschaft" des Klima- und Energiefonds


BEVORSTEHENDE TERMINE

  • Recy & DepoTech 2026: Fachbeiträge zu den Wirkungen aus 10 Jahren Social Urban Mining und zur Case Study Otto-Möbes Akademie


BAUKARUSSELL IN DEN MEDIEN

  • Listung als Best Practice im Kompass Kreislaufwirtschaft
  • Beitrag zur Henselkaserne in der Kleinen Zeitung
  • Interview mit Sonja Zumpfe im ORIGINAL-Magazin

NEUES AUS UNSEREN BAUPROJEKTEN

Selektiver Rückbau für Sanierung im ältesten Hallenbad Wiens

Im Städtischen Jörgerbad in Wien-Hernals, dem ältestes bestehenden Wiener Hallenbad, werden aktuell einige Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnehmen umgesetzt. 

BauKarussell hat unmittelbar nach der Schließung Anfang Juli damit begonnen, vorbereitende Rückbauarbeiten umzusetzen. Ein Team der KÜMMEREI, dem Beschäftigungsprojekt von Job-TransFair, demontiert zu erneuernde Komponenten wie etwa abgehängte Decken, Boden- und Wandbeläge, Türblätter oder Sanitärgegenstände.


Der Großteil des Bades wird weiterverwendet und bei Wiedereröffnung im ursprünglichen Farbkonzept erstrahlen. Durch die Dachsanierung wird der Blick auf die originale Stahlkonstruktion freigelegt. Ausstattungselemente, wie etwa die Glaselemente (Drahtglas), Teile der Badeinfrastruktur oder Brandschutztüren, können demnächst im Auftrag der Wien Bäder über den BauKarussell Bauteilkatalog, nach Besichtigung erworben werden. Wir freuen uns auf Sie!

Bäder-Bauprogramm 2030: Social Urban Mining im Zuge der Sanierung des Hietzinger Bads

Im Zuge des Bäder-Bauprogramm 2030 der Stadt Wien wird aktuell auch das Hietzinger Bad saniert. Gemeinsam mit der KÜMMEREI (Job-TransFair) konnten die vorbereitenden Rückbauarbeiten erfolgreich abgeschlossen werden. Innerhalb von 2 Wochen wurden definierte Störstoffe demontiert und Re-Use-fähiges in dieser Zeitspanne vermittelt. Ein Teil der nicht mehr benötigten Spinde ging an die Freiwillige Feuerwehr und an Bern.Dorf, weiters wurden die hoch gewachsenen und zum Teil sehr schweren Pflanzen in ein neues zu Hause gebracht, Sanitärgegenstände, Photovoltaikpaneele und diverse Kleinmaterialien erhielten ebenfalls ein zweites Leben. Viele der vorhandenen Komponenten wurden seitens der Wien Bäder behalten und für diese zerstörungsfrei ausgebaut und sicher verstaut.


Das Projekt war ein beliebtes Exkursionsziel, so waren unter anderem die Universität für Bodenkultur, die Universität für Angewandte Kunst und die Akademie der bildenden Künste vor Ort. Auch die Bezirksvorstehung Hietzing besuchte das Projekt.

Feierlicher Projektabschluss in Graz: Verleihung des Impact-Zertifikats an Kammerleitung

Video: Die AK Steiermark zu Social Urban Mining in der Otto-Möbes-Akademie

© Derler / AK Steiermark

Im ersten Quartal dieses Jahres waren wir in Graz im Zuge der Sanierung der Otto-Möbes-Akademie aktiv. Bei der finalen Open Book-Präsentation am 26. Mai präsentierte BauKarussell die Bilanz in der Zentrale der AK Steiermark unter anderem vor Präsident Josef Pesserl und Direktor Dr. Johann Scheuch. Das Projekt setzt neue Maßstäbe für den verantwortungsbewussten Umgang mit der Bausubstanz: Mit Social Urban Mining konnten über 41 Tonnen Bauteile in Verwendung gehalten werden, über 1500 Std Qualifizierung und Beschäftigung geschaffen und über 37.000€ an Erlösen generiert werden, die vollständig ins Projekt zurückflossen. 


Wir bedanken uns bei der AK Steiermark für die gute Zusammenarbeit und hoffen, das Projekt findet viele Nachahmer:innen!

NEUES AUS FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Re-Gips entwickelt Prozess zur systematischen Rückgewinnung, Aufbereitung und Wiederverwendung von Gipskartonplatten (BMLUK)

© Sedlak

Konsortium: Dipl.Ing. Wilhelm Sedlak GmbH, DAHL Schlosserei, materialnomaden GmbH, BauKarussell


Seit 01.01.2026 unterliegen Gipsplatten, Gips-Wandbauplatten und faserverstärkte Gipsplatten einem Deponieverbot. Aus kreislaufwirtschaftlicher Sicht wäre ein Re-Use wünschenswert, doch derzeit existieren in der Baupraxis keine wirtschaftlich tragfähigen Prozesse zur systematischen Rückgewinnung, Aufbereitung und Wiederverwendung verbauter Gipskartonplatten als Alternative zur Bereitstellung fürs Recycling. 

Das Projektziel von Re-Gips ist die Entwicklung einer Wertschöpfungskette, die den Ausbau, die Wiederaufbereitung und den Wiedereinbau von verbauten Gipskartonplatten ermöglicht. Damit sollen im Falle einer Sanierung bzw. des Rückbaus eines Gebäudes die dort verbauten Gipskartonplatten in Teilen wieder gewonnen und im gleichen Gebäude oder auch auf einer neuen Baustelle wiedereingebaut werden. 

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Im Übrigen wird aktuell an folgenden F&E-Projekten mitgearbeitet: Re-Use Holzhaus, Re-Use Marktboost (Weiterentwicklung unserer Bestandsdatenbank), AUTlerntCE (Kreislaufwirtschaft an den HTLs) und ReAssuRe (Prüfung und marktfähige Versicherungslösungen von Sekundärbauteilen).

NEUES AUS DER BAUK-AKADEMIE

Social Urban Miner: Nächster Schwung Arbeitskräfte für Rückbauarbeiten geschult

Zur Vorbereitung auf die nächsten Baustellen fand im Juni wieder ein Social Urban Miner-Kurs für Transitarbeitskräfte in Kooperation mit dem BFI Wien statt. Dieses Format von BauKarussell ist eine Teilqualifizierung, in der Themen wie Kreislaufwirtschaft, Rückbau, Materialkunde und Arbeitssicherheit in urbanen Minen (sprich Rückbaugebäuden) vermittelt werden. Die Teilnehmer:innen haben nach Abschluss des Formats Kenntnisse über Gefahrenquellen (allgemein auf Baustellen und spezifisch für Rückbau), den richtigen Umgang mit Schadstoffen und Verantwortlichkeiten auf einer Baustelle sowie den Umgang mit Werkzeug und Maschinen, die im Rückbau Anwendung finden. 

Von der Praxis in den Hörsaal

Am Bild: Studiengang Green Building der BOKU zu Besuch in der Otto-Möbes Akademie. (c) Astrid Allesch / BOKU.

Die Bauwende braucht nicht nur innovative Projekte und engagierte Unternehmen – sie braucht auch Menschen, die das Wissen über zirkuläres Bauen und Kreislauwirtschaft von Anfang an mitdenken und bereits während ihrer Ausbildung erwerben. Gerade an Hochschulen werden die Entscheidungsträger von morgen ausgebildet.


Unser Team bringt seine Praxiserfahrung direkt in die Lehre ein: Markus Meissner unterrichtet an der FH Campus Wien und der Universität für Bodenkultur (BOKU), Thomas Romm an der Akademie der bildenden Künste Wien, der Montanuniversität Leoben, der BOKU, der Sommeruniversität von Green Building Solutions sowie als Lektor bei Digital Findet Stadt. Jasmin Bermadinger ist als Gastlektorin an der New Design University und der FH Campus Wien aktiv.


Bei Gelegenheit holen wir die Universitäten auch auf die Baustelle: Die Otto-Möbes Akademie war Aufgabenstellung einer Seminararbeit des Studiengangs Green Building der BOKU. Die Studierenden konnten die Baustelle im Zuge einer Exkursion am 15. April besuchen. Auch im Hietzinger Bad waren einige Studierende zu Besuch.

NEUES AUS DER GENOSSENSCHAFT

Ein Plädoyer zu Circular Hubs: Bestehendes nutzen und kooperieren 

Am Bild: Die BauKarussell Genossenschaft bei der Generalversammlung im Juni 2026.

Unter Circular Hub, Circularity Hub oder Kreislauf-Hub versteht man Wissens- und Innovationsnetzwerke, Reparaturwerkstätten, Recyclinghöfe oder auch Zwischenlagerstätten für gebrauchte Bauteile. 


Als Genossenschaft können wir bereits auf ein dichtes Netzwerk an Circular Hubs mit unterschiedlichen Schwerpunkten zugreifen: In den Tischlereibetrieben der KÜMMEREI, der Gesa oder Startworking werden Möbel produziert, repariert, redesigned oder refurbished. Im DRZ der Wiener Volkshochschulen werden Elektrogeräte zerlegt und dadurch Abfallströme in hoher Qualität gewonnen. Joyjoy nutzt Möbellager als strategische Materialquelle und gestaltet damit Landschaften, die ein vollkommen neues Raumgefühl vermitteln. Die materialnomaden entwickeln Rücknahme- und Aufbereitungsprozesse, unter anderem für Parkettstäbe oder tragende Bauteile und betreiben ein Zwischenlager in Wien-Floridsdorf. BauKarussell verwandelt urbane Minen in temporäre Circular Hubs, indem die dort ausgebauten werthaltigen Komponenten, direkt im Gebäude zwischengelagert und für eine Wiederverwendung vorbereitet werden. 


Wir sind der Ansicht, dass diese dezentrale Sichtweise auf Circular Hubs essenziell ist. Wie man auch im Bauwesen - allen voran den Bestand - ertüchtigen sollte, macht es auch Sinn bestehende Infrastruktur zur Kreislaufwirtschaft zu nutzen und zu stärken. 

DAS HAT SICH GETAN

Stakeholder Gespräch mit Eric Mamer, Generaldirektor Umwelt, Europäische Kommission

(c) Vertretung der EU-Kommission in Österreich.

Auf seiner Informationsreise nach Wien und Budapest hat die Vertretung der EU-Kommission in Österreich zu einem Austausch mit Eric Mamer, dem Generaldirektor für Umwelt, geladen. Thomas Romm und Markus Meissner waren für BauKarussell vor Ort, gemeinsam mit Vertreter:innen vom Circular Economy Forum Austria, Re-Use Austria, BOKU, Platform for Green Transition & Bioeconomy, voestalpine und refurbed. 


Wir bedanken uns für den Austausch und die Möglichkeit, Input zur Umsetzung von Kreislaufwirtschaft im Bauwesen geben zu können. Als KMU, als Genossenschaft, als Planende, als Ausführende und mit sozialwirtschaftlicher Verschränkung! 

BauKarussell im Kurzfilm "Kreislaufwirtschaft" des Klima- und Energiefonds

BEVORSTEHENDE TERMINE

Recy & DepoTech 2026: Fachbeiträge zu den Wirkungen aus 10 Jahren Social Urban Mining und zur Case Study Otto-Möbes Akademie

Im Rahmen der 18. Ausgabe der größten, österreichischen Abfallwirtschafts- und Recyclingkonferenz Recy & DepoTech 2026 in Leoben ist BauKarussell Teil von zwei Beiträgen. Im ersten Beitrag des Österreichischen Ökologie-Instituts wird die Wirkungsbilanz vergangener Projekte aus den letzten 10 Jahren ausgewertet. Die Analyse zeigt, dass mit Social Urban Mining durchschnittlich 1,50€ Mehrwert pro Quadratmeter Bruttogeschossfläche erwirtschaftet werden konnte. Markus Meissner wird die Ergebnisse auch als Fachvortrag präsentieren. Im zweiten Beitrag wird die Otto-Möbes-Akademie als Fallstudie genauer beschrieben, wobei eine zentrale Schlussfolgerung lautet: Social Urban Mining ist auch bei Generalsanierungen erfolgreich anwendbar. Dieser Beitrag wird auch in Form eines Plakats gezeigt. 


Recy & DepoTech, 18. – 20. November 2026, Montanuniversität Leoben

Mehr zur Veranstaltung

BAUKARUSSELL IN DEN MEDIEN

🔗Beitrag zur Henselkaserne in der Kleinen Zeitung

🔗Listung als Best Practice im Kompass Kreislaufwirtschaft

🔗Interview mit Sonja Zumpfe im ORIGINAL-Magazin

Wir machen Betriebsurlaub: Unser Büro ist von 17. - 21. August 2026 nicht besetzt. Wir wünschen einen erholsamen Sommer!

BauKarussell e. Gen.

Seidengasse 13/3, 1070 Wien

Diese E-Mail wurde an jasmin.bermadinger@hotmail.com gesendet.

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