KNOW-HOW

PRÄAMBEL UND RECHTSHINTERGRUND

Die Bauwirtschaft der Zukunft ist kreislauffähig – wir zeigen Ihnen wie!

Dieser Abschnitt und die darin enthaltenen Beschreibungen, Beispiele und Hinweise basieren auf unseren Arbeiten seit dem Beginn unserer Initiative Ende 2016. Von Anfang an verfolgen wir die Strategie, unsere „lessons learned“ der qualifizierten Öffentlichkeit frei verfügbar zur Verfügung zu stellen.

Es ist unser Ziel, die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft möglichst rasch und nachhaltig in den Sektor Gebäuderückbau zu integrieren. Dieses Bestreben beruht auf der Erkenntnis, dass die Gesellschaft als Ganzes den Ressourcenverbrauch reduzieren muss, um zukunftsfähig zu handeln. Es braucht dazu eine Veränderung der Geschäftsmodelle der StakeholderInnen in dieser Wertschöpfungskette: Alteingesessene Methoden müssen überdacht, innovative Lösungen gefunden werden. Diese Veränderung, die bereits begonnen hat, will BauKarussell tatkräftig unterstützen.

Auch wir lernen mit jedem neuen Rückbauobjekt, welches wir besichtigen und/oder betreuen, dazu. In diesem Sinne ist unser Ansatz nicht „fertig“, sondern wird laufend weiterentwickelt und an die Bedürfnisse der Umwelt, der StakeholderInnen und an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Unser Modell für verwertungsorientierten Rückbau lebt vom Austausch mit Interessierten wie Ihnen. Weisen Sie uns deshalb gerne auf neue Schnittstellen, zielführende Handlungsweisen oder auch fachspezifische Leitfäden hin.

Kreislaufwirtschaft ist eine umfassende, komplexe Aufgabe, der wir uns nur gemeinsam als Gesellschaft stellen können. In diesem Sinn hoffen wir, Sie finden in den nächsten Seiten Anregung, Wissen und Inspiration um in Ihrem Wirkungsbereich Schritte in Richtung Circular Economy zu setzen.

Rechtshintergrund

Der nationale rechtliche Rahmen für den verwertungsorientierten Rückbau wird von der Recycling-Baustoffverordnung definiert. Flankiert von der Norm ON B 3151 „Rückbau von Bauwerken als Standardabbruchmethode“ werden rechtlich verbindlich die Pflichten für insbesondere Bauherrn im Zuge von Rückbauten festgelegt.

Unterstützende Leitfäden zur Umsetzung

Eine ganze Reihe von Bundesländern hat für die Umsetzung dieser Verordnung sehr hilfreiche Leitfäden für die handelnden Organisationen herausgegeben. Folgende Liste soll einen Überblick geben, erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit:

Merkblätter des Baustoffrecyclingverbands

Der Baustoffrecyclingverband hat für mehrere Zielgruppen Merkblätter herausgegeben, u.a.:

Informationen zur Recycling-Baustoffverordnung des Bundesministeriums Nachhaltigkeit und Tourismus

Das zuständige Nachhaltigkeitsministerium beantwortet online eine ganze Reihe häufig gestellter Fragen rund um die Recycling-Baustoffverordnung.

Unser Ansatz des Kreislaufwirtschaftlichen Bauens geht über die reine Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben hinaus, indem er die geforderten Konzepte in die Rückbauplanung integriert und die vorhandenen Informationen gezielt für den ressourcenschonenden Rückbau einsetzt.

Verwertungsorientierter Rückbau umfasst mehrere Schritte – von Planung bis Ausführung. Wird eine Phase nicht entsprechend beachtet, wird die Potentialnutzung erschwert, reduziert oder gar verhindert. Unsere bisherigen Erfahrungen in verschiedenen Rückbauprojekten zeigen, dass die frühzeitige Berücksichtigung des Themas die Chancen verbessert, Bauteile für die Wiederverwendung bereit zu stellen und sortenreine Abfallfraktionen im vorbereitenden Rückbau zu generieren.

Im Folgenden skizzieren wir jene Schritte, die aus derzeitiger Sicht den verwertungsorientierten Rückbau ideal vorbereiten bzw. begleiten.