Newsletter 03.2022

TERMINAVISO

13.10.2022 csrTAG 2022

9 – 17 Uhr, A1 Telekom Austria Group, Lasallestraße 9, 1020 Wien

Beim heurigen csrTAG stehen Künstliche Intelligenz & Kreislaufwirtschaft im Zentrum. Irene Schanda ist eingeladen, bei der von Klaus Reisinger moderierten Session zum Thema Bauwirtschaft & Gebäude (15:30 – 16:30 Uhr) BauKarussell vorzustellen. Anschließend folgt eine Podiumsdiskussion.

14.10.2022 Beyond Building: Die neue Kreislaufwirtschaft

ab 13 Uhr, Department of Dispruptive Disciplines (DDD), Tabakfabrik Linz

Die DELTA Baumanagement GmbH lädt am 14.10. in die Linzer Tabakfabrik. Im Department of Disruptive Disciplines wird das Thema Kreislaufwirtschaft in der Bau- und Immobilienwirtschaft diskutiert. Mit dabei: DI Marc Höhne und DI Eva Bacher von DELTA, Blue Auditor und Thomas Romm und Roman Borszki von BauKarussell. Wir freuen uns auf ein spannende Vorträge, Diskussionen und inspirierendes Netzwerken.

19.10.2022 Fachkongress Bautage

Congress Loipersdorf, Schaffelbadstraße 220, 8282 Loipersdorf

Am 18.-20.10.2022 finden in Loipersdorf die Österreichischen Bautage statt, organisiert vom Bau-Fachmagazin a3BAU. Die Bauwirtschaft ist momentan mit großen Herausforderungen konfrontiert, die nur durch ein Umdenken in sämtlichen Bereichen des Planens und Bauens gemeistert werden können. Bei den Österreichischen Bautagen präsentieren namhafte Vertreter:Innen der Bau- & Immobilienbranche spannende Lösungsansätze. Wir freuen uns, mit BauKarussell-Gründer Thomas Romm als Vortragender beim Kongress mitwirken zu dürfen, und das Thema Rückbau, Kreislaufwirtschaft und Social Urban Mining zu beleuchten (19.10. nachmittags).
Weitere Themen sind: Fachkräftemangel, Sanierung im Bestand, Preisentwicklung in der Baustoffindustrie, und vieles mehr.

20.10.2022 Symposium „Bau Einfach!“ der IBA_Wien

10 – 20 Uhr, Architekturzentrum Wien, zusätzlich Live-Stream

Die Zukunft des Bauens in einer Welt, die von der Klimakatastrophe bedroht ist, steht im Mittelpunkt des internationalen Symposiums „Bau Einfach!“ im Architekturzentrum Wien. Das Symposium ist eine Kooperation des AzW mit der IBA _Wien – Neues soziales Wohnen. Von 13:30 – 15:30 steht das Panel 2 zum Thema „Kreislauffähig Bauen“ am Programm. Es diskutieren Johannes Kisser (alchemia-nova GmbH, CO2 Fußabdruck des Bausektors, Wien), Jasna Moritz (kadawittfeld-architektur, „Moringa“, Hamburg, DE), Anja Rosen (Honorarprofessorin für zirkuläres Bauen, Bergische Universität Wuppertal, Kreislaufwirtschaft im Bauwesen, DE) und Bernadette Luger (Stabsstelle Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit im Bauwesen, Magistratsdirektion Bauten und Technik, Stadt Wien). Die Session wird moderiert von Architekt Thomas Romm.

9.-11.11.2022 RecyDepoTech

Die RecyDepoTech ist die größte Abfallwirtschafts- und Recyclingkonferenz Österreichs. Bei der nächsten Ausgabe im November in Leoben leitet Markus Meissner als Chair die Session „Zirkuläre Geschäftsmodelle“ am 10.11. vormittags.

30.11.2022 Ringvorlesung „Transdiziplinäre Perspektiven auf Neues Soziales Wohnen“ auf TU Wien

18 – 20 Uhr, TU Wien Hauptgebäude, Karlsplatz 13, HS 7 Schütte-Lihotzky

Im Rahmen der Ringvorlesung „Transdisziplinäre Perspektiven auf Neues Soziales Wohnen“ auf der Technischen Universität Wien ist Thomas Romm eingeladen, den Studierenden Social Urban Mining näher zu bringen. Die Vorlesung widmet sich der Zusammenschau unterschiedlicher Perspektiven um sich der Komplexität des Wohnens, Wohnbaus und der Stadtentwicklung anzunähern und wurde konzipiert vom Research Center New Social Housing mit Judith M. Lehner, Prof. Simon Güntner, Prof. Michael Obrist, Prof. Rudolf Scheuvens und Prof. Christoph Reinprecht.

UNSERE PROJEKTE

Build ReUse: Re-Use bei Gebäuden mit kurzer Nutzungsdauer

Im von der FFG geförderten Projekt BuildReUse (gefördert von der FFG, Laufzeit 2022 – 2024) agiert BauKarussell als umsetzungsorientierte Bauinitiative, welche unter Leitung des Österreichischen Ökologie-Instituts gemeinsam mit dem Projektteam (AAE Intec (Projektleitung), FH Salzburg, IBO, Spar, KAGES und ATP sustain) das Thema Re-Use für Gebäude mit kurzen Nutzungsdauern beleuchtet. Dazu zählen etwa Supermärkte, Bürogebäude und Interimsgebäude im Sanitätsbereich. Für drei konkrete Use-Cases erarbeitet BauKarussell im Projekt Social Urban Mining Potentialanalysen. Darin werden in kompakter Form Möglichkeiten für Re-Use und optimierten verwertungsorientierten Rückbau zusammengefasst. Ergänzt wird dies mit einem Blick auf Good Practices, und auch Verkaufsmöglichkeiten sowie prozessuale und rechtliche Rahmenbedingungen fließen in die Analyse ein. Den Verantwortlichen für die drei Use-Cases werden so Möglichkeiten zum kreislauffähigeren Umgang mit Ihren nur kurz genutzten Gebäuden aufgezeigt.

Muster-Leistungsverzeichnis Social Urban Mining wird verbreitet

Die Schnittstelle zwischen Social Urban Mining und dem Rückbau durch die Bauwirtschaft muss fachgerecht geplant sein. Um Leistungen des Social Urban Mining in den entsprechenden Ausschreibungen auch standardisiert nachfragen zu können, hat BauKarussell im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) Mustertexte für Leistungsverzeichnisse dieser kreislaufwirtschaftlich relevanten Tätigkeiten entwickelt. Eine Information darüber ist nun auch auf der Website des BMK zu finden. Die Muster-LV sind auf der BauKarussell-Website kostenlos downloadbar.

UNSERE EXPERTISE

BauKarussell beim NachmittagSALON „Zukunftskultur“

Am 6. September fand im Rahmen der Auslandskulturtagung 2022 der NachmittagSALON „Zukunftskultur“ in der Expedithalle der Anker Brotfabrik statt. Architekt Thomas Romm war eingeladen, bei dem von Klimaforscherin Prof. Helga Kromp-Kolb moderierten Podiumsgespräch mit Designer und Designforscher Harald Gründl das Thema „Kreislaufkultur“ zu beleuchten. Im Fokus stand die Frage, warum gerade die Kreislaufwirtschaft eine der wichtigsten Strategien der Klimafürsorge ist und wie wir der Kreislaufwirtschaft viel stärkere Beachtung in der Wirtschaft und der Gesellschaft verschaffen können.

WISSENSWERTES RUND UM RE-USE AM BAU

EEA-Briefing „Gebäuderenovierung: Wo sich Kreislaufwirtschaft und Klima treffen“

In einem Anfang Juli veröffentlichten Briefing der Europäischen Umweltagentur (EEA) wurde untersucht, wie Prinzipien der Kreislaufwirtschaft die Vorteile der Gebäuderenovierung steigern können. Darin wird gezeigt, dass die Kreislaufwirtschaft bis 2050 den Materialverbrauch erheblich reduzieren und zudem zu deutlichen Reduzierungen der in Europas Gebäuden eingebetteten CO2-Emissionen beitragen kann. Demnach gehören zu den effektivsten Maßnahmen die Verlängerung der Lebensdauer bestehender Gebäude. Zirkuläre Renovierungsstrategien, etwa Re-Use von Bauteilen, könnten zudem von 2022 bis 2050 kumulativ etwa 650 Millionen Tonnen Materialien einsparen.

UNSER ANGEBOT FÜR BAUHERREN

Unser multiprofessionelles Team ist Ihr Ansprechpartner, wenn Sie Kreislaufwirtschaft in Ihre Rückbauvorhaben integrieren wollen. Denn um Kreislaufwirtschaft im Bausektor voranzutreiben, sind starke Partnerschaften zentral. Wir wenden uns mit unserem Angebot an Bauherren, die sich für das Thema Re-Use und Kreislaufwirtschaft am Bau interessieren. Gemeinsam erarbeiten wir Strategien, um Circular Economy in konkrete Bauvorhaben zu integrieren.
Fühlen Sie sich von unserem Angebot angesprochen? Auf unserer Website finden Sie weitere Informationen zu unserer Arbeitsweise. Bei Interesse vereinbaren Sie einen Termin mit uns.

ZUM NACHLESEN

In der Ausgabe 2/2022 von „Nachhaltige Technologien“ ist BauKarussell mit einem Gastartikel vertreten. Darin erfahren Sie auch mehr über das Projekt BuildReUse.

Unsere operativen Partnerbetriebe: Caritas SÖB, Demontage- und Recycling-Zentrum (DRZ) des sozialökonomischen Betriebes der Wiener Volkshochschulen GmbH sowie Die KÜMMEREI (Trägerin: BFI Wien/Job-TransFair), FAB, ISSBA, Schindel und Holz, TEAMwork und Volkshilfe Arbeitswelt.

Newsletter 02.2022

TERMINAVISO
22. – 23.9.2022 Interalpine Ressourcentagung in Südtirol

BauKarussell ist Teil der Interalpinen Ressourcentagung „Bewertbare Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft“ im Lumen Museum in Südtirol: Architekt Thomas Romm wird am 22.9. nachmittags einen Vortrag über BauKarussell halten. Die Tagung wird vom IBI-Euregio Kompetenzzentrum veranstaltet.

9. – 11.11.2022 RecyDepoTech

Die RecyDepoTech ist die größte Abfallwirtschafts- und Recyclingkonferenz Österreichs. Bei der nächsten Ausgabe im November in Leoben leitet Markus Meissner als Chair die Session „Zirkuläre Geschäftsmodelle“ am 10.11. vormittags.

UNSERE PROJEKTE
Erster Open Mine Day im Wiener Sophienspital

BauKarussell, die SOZIALBAU AG und die WBV-GPA luden am 25. und 26. März Fachpublikum und Interessierte ein, Potentiale im Gebäuderückbau und die künstlerische Auseinandersetzung mit Rückbaugebäuden im ehemaligen Sophienspital zu erleben. Im Europa-Pavillion wurden anhand einer Ausstellung vorhandene Wertschöpfungspotentiale im Rahmen des Gebäuderückbaus beleuchtet. Social Urban Mining wurde dabei in einen soziokulturellen Kontext gestellt und trat in einen Dialog mit Kunst am Rückbau.

Bilanz: Social Urban Mining im Wiener Sophienspital

Nicht zufällig fand der Open Mine Day im Wiener Sophienspital statt. Denn dort hat BauKarussell im Auftrag von SOZIALBAU AG und WBV-GPA Social Urban Mining zur Umsetzung gebracht. Auf dem Gelände entsteht bis Ende 2024 ein neues Stadtquartier mit insgesamt 180 geförderten Wohnungen, davon 21 Gemeindewohnungen, sowie ein vielfältiges Angebot an Bildungs-, Arbeits- und Kultureinrichtungen. Durch Social Urban Mining konnten in 2.550 sozialwirtschaftlichen Arbeitsstunden 54.500 kg Material bearbeitet werden. Über die Bedeutung des Projektes sprach ein hochkarätig besetztes Podium bei der BauKarussell Pressekonferenz am 25. März.

Erste Absolventen der Social Urban Miner Teilqualifizierung

Social Urban Mining ist eine Praxis im Gebäuderückbau, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Bisher fehlte es jedoch an Ausbildungsangeboten in diesem Bereich. Diesem Problem begegnet die neue „Social Urban Miner“ Teilqualifizierung. Das Kurs-Curriculum ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von BauKarussell mit dem sozialwirtschaftlichen Betrieb Die KÜMMEREI (Trägerin: BFI Wien / Job-TransFair) und basiert auf bisherigen gemeinsamen Projekterfahrungen und -erfolgen. Im ersten Durchgang der Ausbildung, die aus mehreren Theorie- und Praxismodulen besteht, wurde Arbeitsuchenden das nötige Know-How vermittelt, um in kreislaufwirtschaftlichen Rückbauprojekten tätig zu werden. Anfang Juni wurden die Zertifikate von JobTransFair-Geschäftsführer Mag. Thomas Rihl und Markus Meissner an die Teilnehmer überreicht.

UNSERE PUBLIKATIONEN
FAQs zu Bau-Re-Use veröffentlicht

Im Auftrag des BMK hat BauKarussell eine Publikation mit häufig gestellten Fragen rund um die Wiederverwendung von Gebäudekomponenten erstellt. Sie kombinieren Projekterfahrungen mit Interviewergebnissen unter österreichischen Stakeholdern des Rückbausektors. Auf unserer Website sind eine Voll- und einer Kurzversion auf Deutsch sowie eine Kurzversion auf Englisch verfügbar.

Muster-Leistungsverzeichnis Social Urban Mining

Die Schnittstelle zwischen Social Urban Mining und dem Rückbau durch die Bauwirtschaft muss fachgerecht geplant sein. Aus diesem Grund hat BauKarussell an Mustertexten eines Leistungsverzeichnisses (LV) Social Urban Mining gearbeitet. Die Muster-LV-Texte umfassen die drei Bereiche Abbruchvorbereitende Entfrachtung, Wertstoff-Mining und Re-Use/Vorbereitung zum Re-Use. Sie wurden von BauKarussell im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) erstellt und sind auf der BauKarussell Website als Download verfügbar.
Zum Download

UNSERE EXPERTISE
BauKarussell beim Circular Economy Summit Austria

Im März war Thomas Romm eingeladen, BauKarussell auf dem Circular Economy Summit Austria (CESA) des Klimaministeriums vor hunderten Stakeholder:innen zu präsentieren und im Anschluss auf dem Podium zum Thema Kreislaufwirtschaft in der Baubranche mitzudiskutieren. Sein Pitch kann auf YouTube nachgesehen werden.

Impact Hub Vienna: „Grow” Exursion zu BauKarussell

Bereits einmal fand eine Exkursion des Impact Hub Vienna zu BauKarussell statt (in die ehemalige VHS Stöbergasse). Mitte Mai nun luden wir eine neue Exkursionsgruppe ins pulswerk Büro in Wien. Die Teilnehmer:innen des „Grow“ Programmes erfuhren von Roman Borszki viel Wissenswertes zu Re-Use im Baubereich und der Arbeit von BauKarussell.

Circular Design Week in Innsbruck

Auch bei der Circular Design Week in Tirol durfte BauKarussell nicht fehlen. Am 28.6. referierte Thomas Romm vor ca. 30 interessierten Teilnehmer:innen über Social Urban Mining.

UNSER ANGEBOT FÜR BAUHERREN

Unser multiprofessionelles Team ist Ihr Ansprechpartner, wenn Sie Kreislaufwirtschaft in Ihre Rückbauvorhaben integrieren wollen. Denn um Kreislaufwirtschaft im Bausektor voranzutreiben, sind starke Partnerschaften zentral. Wir wenden uns mit unserem Angebot an Bauherren, die sich für das Thema Re-Use und Kreislaufwirtschaft am Bau interessieren. Gemeinsam erarbeiten wir Strategien, um Circular Economy in konkrete Bauvorhaben zu integrieren.
Fühlen Sie sich von unserem Angebot angesprochen? Auf unserer Website finden Sie weitere Informationen zu unserer Arbeitsweise. Bei Interesse vereinbaren Sie einen Termin mit uns.

Für den bauXund Newsletter wude Markus Meissner zur Arbeit von BauKarussell interviewt. Lesen Sie Interessantes, etwa zur Vermeidung des „Broken Window Syndroms“, online auf der Website von bauXund.
Social Urban Mining wurde von unserem Team im Gastartikel in der EUropainfo 3/22 (Schwerpunktthema Green Mining) auf den Punkt gebracht.

ZUM NACHLESEN

Im RepaNet Tätigkeitsbericht 2021 werden die Tätigkeiten und Projekte des Re-Use- und Reparaturnetzwerks Österreich BauKarussell Tätigkeiten im letzten Kalenderjahr beleuchtet. Hier darf auch BauKarussell nicht fehlen.

Newsletter 01.2022

TERMINAVISO
25.-26.3.: OPEN MINE DAY, Wien

Am 25.-26. März lädt BauKarussell in Kooperation mit der SOZIALBAU AG und der WBV-GPA zum ersten OPEN MINE DAY im ehemaligen Sophienspital in Wien. Die SOZIALBAU AG und WBV-GPA errichten auf dem Areal des ehemaligen Sophienspitals ein neues Stadtquartier mit insgesamt 180 geförderten Wohnungen sowie ein vielfältiges Angebot an Bildungs-, Arbeits- und Kultureinrichtungen.
Die Ausstellung im Europa-Pavillon beleuchtet vorhandene Wertschöpfungspotentiale im Rahmen des Gebäuderückbaus und lädt zu einer zirkulären Betrachtung und Nutzung vorhandener Infrastruktur ein. Der OPEN MINE DAY will Stakeholder:innen aus dem Baubereich sowie Interessierten Impulse und Inspiration zur Umsetzung von Kreislaufwirtschaft im eigenen Wirkungsbereich geben. Social Urban Mining wird dabei in einen soziokulturellen Kontext gestellt und tritt in einen Dialog mit Kunst am Rückbau. Alle Details zur Veranstaltung finden Sie in der Einladung im Anhang. Die Teilnehmer:innenzahl ist beschränkt; wir bitten um Anmeldung bis 21.3.

22.3.: Circular Economy Summit, Wien

Das Klimaministerium und Circular Economy Accelerator Österreich laden zu einer hochkarätigen Veranstaltung in die Aula der Wissenschaften in Wien. In dem Rahmen wird Thomas Romm Social Urban Mining und BauKarussell vorstellen.

UNSERE PROJEKTE
Social Urban Mining im Wiener Sophienspital

Das ehemalige Gelände des Sophienspitals in Nähe des Wiener Westbahnhofes soll künftig leistbaren Wohnraum und soziale Infrastruktur in Form von Kindergarten und Volksschule aufweisen. Das neue Stadtquartier Sophie7 wird von der SOZIALBAU AG gemeinsam mit der WBV-GPA entwickelt. Unser sozialwirtschaftlicher Partner Die KÜMMEREI (Trägerin: BFI Wien/Job-TransFair) war zwischen November und Februar im Einsatz und hat Materialien aus den drei Pavillons ausgebaut. Das Ziel: eine Wiederverwendung bzw. eine möglichst hochwertige stoffliche Verwertung. Es fanden vor Ort auch zwei Exkursionen statt – lesen Sie mehr dazu unter „Unsere Expertise„. Ein besonderes Highlight wird der OPEN MINE DAY Ende März werden.

Ferry-Dusika-Stadion: medienwirksames Erfolgsprojekt ist abgeschlossen

Im September konnten wir unsere Arbeiten im Ferry-Dusika-Stadion der Stadt Wien erfolgreich abschließen. Die Bilanz: 3.300 Stunden sozialwirtschaftliche Arbeit, 80.000 kg bearbeitetes Material 1.100 in die Wiederverwendung vermittelte Tribünenstühle.
Sportstadtrat Peter Hacker: „Sportstätten sind mehr als nur Funktionsgebäude, weil viele Menschen schöne Emotionen und Erinnerungen mit ihnen verbinden. Mir war es daher ein Anliegen, dass das Dusika-Stadion nicht einfach abgerissen wird, sondern Teile für andere Zwecke genutzt, wieder- und weiterverwendet werden. Das ist mithilfe des BauKarussell und seinen Partnern sehr gut gelungen.“

Re-Use-Box der Universität Wien brachte Mehrwert bei Übersiedelung

Letztes Frühjahr haben wir im Auftrag der Universität Wien die Re-Use-Box ins Leben gerufen. Bei der Übersiedelung des Biologiezentrums vom Althangrund in die Schlachthausgasse fielen viele Dinge an, die am neuen Standort nicht mehr benötigt werden. Um das Beste aus dem USZ-I herauszuholen, wurden gut erhaltene Möbel und Gegenstände in der Re-Use-Box zum Vorteilspreis angeboten. Für den Vermieter bedeutet dies Mehrwert bei der Umsiedelung.

Mehr dazu in diesem Video von Bernd Stampfl, Leiter Raum- und Ressourcenmanagement an der Uni Wien sowie Roman Borszki, Experte für Re-Use-Vermittlung bei BauKarussell:

So geht Re-Use: Lifttüren werden zu Wohnungstüren

Dass aus nicht mehr benötigten Lifttüren durchaus noch mehr werden kann, zeigt folgende Re-Use-Story von BauKarussell: Zwei Lifttüren-Paare aus dem ehemaligen Fensterwerk der Firma WICK (zum Projekt) haben nun als Eingangstüren einer Wohnung im Mühlviertel eine neue, sehr dekorative Bestimmung gefunden.

UNSERE EXPERTISE
BauKarussell bei Innovationscamps S eingeladen

Im Rahmen des Projektes „Innovationscamps S – Ausbildung zur/zum Ressourcenbeauftragten“ (Förderprojekt des FFG) wurde auch Social Urban Mining thematisiert. Markus Meissner wurde eingeladen, beim Fortbildungstag „Nachhaltigkeit im Unternehmen“ BauKarussell vor etwa 15 Teilnehmer:innen bei einem Kamingespräch vorzustellen.

Exkursionen im ehemaligen Sophienspital

Anhand von aktuellen Rückbauprojekten können wir unseren Ansatz Interessierten ganz konkret und beispielhaft vermitteln. Im ehemaligen Sophienspital (siehe „Unsere Projekte“) fand Ende Jänner eine Exkursion der Arbeitsgruppe „Kreislaufwirtschaft – Stop talking, start acting“ der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) statt. Ende Februar haben wir dann einer Schüler:innengruppe des Bernoulligymnasiums vor Ort Einblicke in Social Urban Mining gegeben.

RUND UM RE-USE AM BAU
BauKarussell wird in ÖNORM 3151 genannt

Die neue Fassung der ÖNORM B 3151 wurde am 1.2.2022 veröffentlicht. Sie regelt den Rückbau von Bauwerken im Hoch- und Tiefbau und beschreibt die erforderlichen Maßnahmen in Planung und Ausführung.
In der ÖNORM B 3151 „Rückbau von Bauwerken als Standardabbruchmethode“ ist nun unter dem Punkt 8.2.3 „Wiederverwendung von Bauteilen“ zu lesen:
„Es ist vom Bauherrn zu überprüfen, ob Bauteile im Bauwerk selbst oder anderwärtig wiederverwendet werden können.
Der Bauherr hat jene Bauteile, die einer Vorbereitung zur Wiederverwendung zugeführt werden und welche von Dritten nachgefragt werden, festzulegen. Diese Bauteile sind so auszubauen und zu übergeben, dass die nachfolgende Wiederverwendung nicht erschwert oder unmöglich gemacht wird.
Zur Unterstützung der Wiederverwendung und Verwertung dürfen auch die Dienste einer Wiederverwendungsbörse, z. B des Baukarussells oder einer Recyclingbörse – etwa Recycling-Börse Bau – in Anspruch genommen werden.“
Dass BauKarussell offiziell in dieser wichtigen österreichischen Norm für den Rückbau angeführt ist, ist ein großer Erfolg unserer Arbeit.

Neue Richtlinie für Aushubmaterialien

Mehr als die Hälfte der in Österreich anfallenden Abfälle stammen aus dem Aushub, da dieser zu mehr als 70% noch immer deponiert wird. Eine neu aufgelegte Richtlinie des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes (BRV) stellt nun alle notwendigen Grundlagen für die Herstellung von Recycling-Baustoffen aus Aushubmaterialien zusammen – mit dem Ziel, die bisher magere Verwertungsquote für Bodenaushub zu heben.
Mehr dazu

UNSER ANGEBOT FÜR BAUHERREN

Um Kreislaufwirtschaft im Bausektor voranzutreiben, sind starke Partnerschaften zentral. Wir wenden uns mit unserem Angebot an Bauherren, die sich für das Thema Re-Use und Kreislaufwirtschaft am Bau interessieren. Gemeinsam erarbeiten wir Strategien, um Circular Economy in konkrete Bauvorhaben zu integrieren.
Fühlen Sie sich von unserem Angebot angesprochen? Auf unserer Website finden Sie weitere Informationen zu unserer Arbeitsweise. Bei Interesse vereinbaren Sie einen Termin mit uns.

ZUM NACHLESEN

Warum muss sich die Baubranche ändern und was kann Social Urban Mining dazu beitragen? Dieser Frage geht Irene Schanda im Gastbeitrag auf dem Blog der Austria Glas Recycling nach. Lesen Sie rein

Die Broschüre „Ökosozialer Kompass: Kreislaufwirtschaft in der Gemeinde. Impulse für den ländlichen und städtischen Raum“ des Ökosozialen Forums zeigt eine Vielzahl an Best Practice Beispielen auf und soll zum Nachahmen motivieren. Sie widmet sich unter anderem dem Thema Bauen und Sanieren – hier findet auch BauKarussell Erwähnung (S.24).

Unternehmensgründungen bergen großes Potenzial für die Transformation zu einer Kreislaufwirtschaft. Im Projekt „CircularHub“ wurde anhand von Praxisbeispielen aus Wien ein Leidfaden für Gründer:innen entwickelt. Damit Unternehmen der Zukunft kreislauforientiert und damit ressourcenschonend agieren können. Markus Meissner hat die Erstellung durch ein Interview unterstützt, BauKarussell wird auf S.4 erwähnt.

Newsletter 03.2021

15.07.2021: Social Uban Mining im Ferry-Dusika-Stadion

In Wien-Leopoldstadt errichtet die Stadt Wien bis Ende 2023 die neue Sport-Arena Wien mit mehreren multifunktionalen Hallen und Bereichen. Zentrales Element ist eine große Ballsporthalle mit fixen und flexiblen Tribünen für bis zu 3.000 Besucher*innen. Umgesetzt wird das Projekt vom Bauprojektmanagement-Team der WSE Wiener Standortentwicklung, einem Unternehmen der Wien Holding, im Auftrag der Stadt Wien MA 51 – Sport Wien. Das bestehende, 1977 eröffnete Ferry-Dusika-Stadion wird dem Neubau weichen und ab Herbst dieses Jahres abgerissen. Dabei setzt die Stadt Wien mit dem Team von BauKarussell auf Social Urban Mining.

Tribünenstühle sollen neues Zuhause finden

Bei wem durch Erinnerungen an vergangene Stadionbesuche Nostalgie aufkommt, der sei getröstet: Die Inneneinrichtung und große Teile der Ausstattung des Ferry-Dusika-Stadions sollen bewahrt werden und ihren Charme in einer Vielzahl neuer Umgebungen entfalten. Um diese Aufgabe zu bewerkstelligen, ist das BauKarussell-Team vor Ort im Einsatz. Seit Juni wird vom Rückbauteam vor Ort geschraubt, demontiert und geschlichtet. Aktuell macht man sich an den Tribünenstühlen zu schaffen – 5.500 Stück sollen vor dem Abriss aus dem Gebäude entfernt und möglichst viele davon an Abnehmer*innen vermittelt werden. Weitere Stadionelemente werden aktuell vom Expertenteam auf ihre Re-Use-Fähigkeit geprüft.

Die Vermittlung von wiederverwendbaren Gegenständen und Bauteilen ist Teil eines umfassenden Social Urban Mining Dienstleistungspaketes, das BauKarussell im Auftrag der Stadt Wien MA 51 – Sport Wien umsetzt. Verwertungsorientierter Rückbau bedeutet die Entfernung von Schad- und Störstoffen und die Sicherung von Wertstoffen. „Diese Phase ist für den Klimaschutz hochrelevant und erleichtert den nachfolgenden maschinellen Abbruch erheblich. Wir zeigen mit diesem Projekt, dass Ressourcenschonung, Recycling, Klimaschutz und soziales Engagement für die Stadt Wien keine Schlagworte sind, sondern gelebte Praxis. Wir schonen die Umwelt und geben gleichzeitig Menschen Beschäftigung“, erklärt Wien Holding-Geschäftsführerin Sigrid Oblak.

Die erzielten Erlöse stellen im Social Urban Mining die finanzielle Triebfeder für die soziale Mission dar: Sie refinanzieren die manuelle Arbeit der Rückbauteams. Bei den Arbeiter*innen handelt es sich Großteils um ehemals Langzeitarbeitslose, die in den sozialwirtschaftlichen Partnerbetrieben von BauKarussell eine sinnvolle Beschäftigung finden. Im Ferry-Dusika-Stadion arbeitet BauKarussell dafür mit Die KÜMMEREI (Trägerin: BFI Wien/Job-TransFair) und dem Demontage- und Recycling-Zentrum (DRZ) des sozialökonomischen Betriebes der Wiener Volkshochschulen GmbH zusammen. Ökologische und soziale Ziele lassen sich also ganz sportlich zusammenbringen, und jeder verkaufte Tribünenstuhl trägt zu ihrer Erreichung bei.

Das Flair der 70er Jahre bewahren – jetzt Tribünenstühle erwerben

„Wir laden dezidiert Projektplaner*innen und Architekt*nnen ein, die an Wand oder Boden geschraubten Stühle in ihre Projekte zu integrieren. Denn Re-Use-Materialien in Neubauten zum Einsatz zu bringen leistet einen ganz massiven Beitrag zum Klimaschutz. Natürlich freuen wir uns aber auch über Anfragen von gewerblichen Abnehmer*nnen sowie Privatpersonen und Sportfans, die das ganz besondere Flair des 70er-Jahre-Stadions in das eigene Heim bringen wollen“, erklärt Thomas Romm, Architekt und Gründer von BauKarussell. Erste Stühle wurden bereits an die Sammlung des Museums für Angewandte Kunst Wien (MAK) sowie an das Architekturzentrum Wien übergeben.

Die Stühle sind im Bauteilkatalog von BauKarussell auf baukarussell.bauteillager.de unter „Innenraum“ gelistet und werden für €10,- pro Stück angeboten, Abnehmer*innen von größeren Mengen bekommen Nachlässe. Die erzielten Erlöse refinanzieren dabei die manuelle Arbeit der Rückbauteams.
Hinweis: Die Stühle müssen an der Wand oder mittels Winkel am Boden befestigt werden. Für Kaufanfragen wenden Sie sich bitte an borszki@baukarussell.at.

AKTUELLE MEDIENBERICHTE

Erste Medienbeiträge zu unseren Aktivitäten vor Ort finden Sie online gesammelt in unserem Medienspiegel.

Einen Einblick in das Projekt und die Tätigkeiten vor Ort gibt außerdem der Newsbeitrag auf W24, den Sie online nachsehen können.

UNSER ANGEBOT FÜR BAUHERREN

Um Kreislaufwirtschaft im Bausektor voranzutreiben, sind starke Partnerschaften zentral. Wir wenden uns mit unserem Angebot an Bauherren, die sich für das Thema Re-Use und Kreislaufwirtschaft am Bau interessieren. Gemeinsam erarbeiten wir Strategien, um Circular Economy in konkrete Bauvorhaben zu integrieren.
Fühlen Sie sich von unserem Angebot angesprochen? Auf unserer Website finden Sie weitere Informationen zu unserer Arbeitsweise. Bei Interesse vereinbaren Sie einen Termin mit uns.